Die 13 häufigsten Fragen zum Thema Schüleraustausch

Viele Schüler haben den Wunsch einen Schüleraustausch zu machen. Einfach mal weg von zuhause und eine neue Kultur, neue Leute und eine andere Sprache kennenlernen...Das ist nicht nur aufregend, sondern auch eine tolle Erfahrung, bei der du unglaublich viel lernen kannst. Wir versuchen dir hier die häufigsten (und bestimmt auch dringendsten) Fragen zu beantworten.

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Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, um ein Jahr im Ausland zur Schule gehen zu können?

Um ein Jahr im Ausland zur Schule zu gehen, musst du ein paar Voraussetzungen erfüllen. In der Regel musst du zwischen 15 und 18 Jahre alt sein und noch zur Schule gehen, also nach deiner Rückkehr entweder den Realschulabschluss machen oder das Gymnasium bzw. die Berufsschule besuchen. Du solltest mindestens schon drei Jahre in der Schule Englisch oder die Sprache, die in deinem Zielland gesprochen wird, gelernt haben und gesundheitlich fit sein – psychisch und physisch. Manche Organisationen setzten bei Gymnasiasten einen Notendurchschnitt von 3,0 und bei Realschülern von 2,0 voraus.
 Das allerwichtigste sind aber immer noch deine Offenheit, Toleranz und dein Durchhaltevermögen! Wer diese Eigenschaften besitzt und neugierig auf eine neue Kultur ist, wird eine der besten Erfahrungen seines Lebens machen.

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Was bringt es mir, ein Jahr lang im Ausland zur Schule zu gehen?

Ein Jahr in einem fremden Land leben und zur Schule gehen, ohne seine Freunde und Familie – ein ziemlich mutiger und aufregender Gedanke! Schon früh wirst du merken, dass von dir jetzt eine Menge Eigeninitiative und Selbstständigkeit gefordert wird. Du musst dich in einer fremden Sprache verständigen und kleine sowie große Herausforderungen selbst meistern. Du bekommst Einblicke in eine dir fremde Kultur, findest Freunde aus der ganzen Welt und lernst ein anderes Schulsystem kennen – das macht dich flexibel und weltoffen. Nach einem Jahr wirst du wahrscheinlich viel selbstbewusster, eigenständiger und mit super Fremdsprachenkenntnissen sowie vielen unvergesslichen Erinnerungen im Gepäck von deinem Schüleraustausch nach Hause zurückkehren.

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Muss es immer ein ganzes Jahr sein oder kann ich auch kürzer ins Ausland?

Prinzipiell ist ein Schüleraustausch schon ab einem Monat möglich. Hier sollte man sich jedoch die Fragen stellen: Wie lange brauche ich, um mich wirklich einzuleben? Lerne ich in wenigen Wochen das Land und die fremde Kultur richtig kennen? Wie komme ich damit klar, während des Schuljahres die Schule wechseln zu müssen? Und kann ich meine Sprachkenntnisse in kurzer Zeit so verbessern, wie ich mir das vorstelle? 
Wir raten dir daher für mindestens fünf Monate, also für ein Halbjahr, ins Ausland zu gehen. Das wird oft anerkannt und es ist möglich, danach wieder wie vorher in seine alte Klasse zu gehen. Entscheidest du dich für ein volles Jahr, hast du keinen Anspruch auf Anerkennung, die Chancen das Jahr NICHT wiederholen zu müssen, stehen jedoch nicht schlecht. Und denk nur mal darüber nach, was du in diesem Jahr alles erleben kannst und wie sich deine Fremdsprachenkenntnisse verbessern!

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Den Schüleraustausch planen – mit oder ohne Agentur?

Zwar kannst du dir im Voraus selbst eine Gastfamilie für deinen Schüleraustausch suchen, doch damit ist es nicht getan. Du brauchst einen Platz an einer Schule, vielleicht ein Visum, Versicherungen und auch einen Flug. Und ein Visum für die USA ist zum Beispiel ohne einen sogenannten legal sponsor, also eine Vermittlungsagentur, kaum zu bekommen. Zudem prüfen Agenturen vorher die Gastfamilien und wählen diese sorgsam aus, damit der Austauschschüler keine bösen Überraschungen erlebt. Dir wird ein Platz an einer Schule organisiert, du bekommst Hilfe mit deinem Visum und Versicherungen und Hin- sowie Rückflug sind oft im Preis inklusive. Dieser Service fällt ohne Agentur weg und du musst dich um alles selbst kümmern. 
Viele Schulen bieten außerdem einen Schüleraustausch an ausgewählten Partnerschulen an. Das funktioniert meist so: Du lebst für ein paar Wochen in einer Gastfamilie und gehst mit deinen Gastgeschwistern zur Schule. Im Gegenzug nimmst du deine Gastgeschwister auf, die dann mit dir in Deutschland zur Schule gehen.

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Wo kann ich einen Schüleraustausch machen?

Als erstes schießen dir wahrscheinlich – wie so vielen – die USA in den Kopf, wenn du das Wort Exchange oder High School hörst. Und zu Recht, denn noch immer zählen die USA zu den Klassikern, wenn es um Auslandsaufenthalte geht. Doch die Welt steht dir offen und auch andere Länder solltest du in deine Überlegungen mit einbeziehen. Wie wäre es zum Beispiel mit Kanada, Australien, Südamerika oder – wenn es in Europa bleiben soll – Frankreich, England oder Spanien? Checke hier deine Möglichkeiten.

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Wie viel kostet mich ein Schüleraustausch?

Lässt du dich von einer Agentur vermitteln, musst du für sechs bis zwölf Monate circa 10.000 bis 20.000 EUR Programmgebühr einrechnen – je nach Land und Organisation. Für das europäische Ausland, die USA und Japan pendeln sich die Preise für ein Jahr bei circa 10.000 EUR ein. Wer allerdings nach Kanada, Australien oder Neuseeland möchte, sollte für ein Jahr 15.000 bis 20.000 EUR einrechnen. Puh, das hört sich erst mal nach sehr viel Geld an. Aber dafür wohnst du ein ganzes Jahr lang quasi umsonst bei deiner Gastfamilie – du musst weder für Unterkunft noch Verpflegung aufkommen, du hast einen Ansprechpartner vor Ort und zusätzlich ist auch noch dein Hin- sowie Rückflug und oft deine Versicherung in der Gebühr enthalten. Für finanzielle Hilfe kannst du darüber nachdenken, dich für ein Stipendium zu bewerben. Dazu findest du hier. genauere Infos.

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Wie bewerbe ich mich für einen Schüleraustausch?

Bei den meisten Agenturen füllst du erst einmal ein Online-Anmeldeformular aus und wirst dann mit deinen Eltern zu einem unverbindlichen Auswahlgespräch eingeladen. Bei diesem Gespräch könnt ihr die Vermittlungsagentur kennen lernen und ihr könnt über deine Motivationen und Erwartungen an das Exchange Year sprechen. Auch dein Englisch wird getestet. Eine Aufgabe kann zum Beispiel sein, einen Brief an deine zukünftige Gastfamilie zu schreiben. Danach schaut sich die Agentur noch einmal deine Bewerbung an und entscheidet dann, ob du die Voraussetzungen erfüllst, um ins Programm aufgenommen zu werden.

Du wurdest aufgenommen? Super! Dann ist es jetzt Zeit, dich an deine Online-Bewerbung für die Gastfamilien zu setzen. Die enthält oft eine persönliche Bewerbung, also: Wer bin ich? Und warum möchte ich ins Ausland gehen? Einen Brief an deine Gastfamilie, ein Academic Transcript, also eine Übersicht über deine Schulnoten, das von deiner Schule beglaubigt werden muss. Ein Empfehlungsschreiben eines Lehrers, die von dir und deinen Eltern unterschriebenen Programmregeln, ein Fotoalbum mit Fotos von dir, deiner Familie und Freunden sowie zu guter Letzt ein Gesundheitszeugnis, das du bei deinem Hausarzt bekommst.

>> Es gilt: Je früher deine Bewerbung fertiggestellt ist, desto schneller kann die Vermittlungsagentur auf die Suche nach einer Gastfamilie für dich gehen.

>> Wie bewerbe ich mich für ein Auslandsjahr?

Kann ich mir eine Gastfamilie aussuchen oder muss ich die nehmen, die mir vorgeschlagen wird? Und kommt es vor, dass manchmal keine passende Gastfamilie gefunden wird?

Wenn dir eine Gastfamilie nicht sympathisch ist, kannst du immer Nein sagen und dir wird eine neue vorgeschlagen. Allerdings solltest du nicht nach der einen perfekten Familie Ausschau halten, die all deinen Vorstellungen entspricht. Denn dann wirst du wahrscheinlich nie fündig. Eine Familie ist dir sympathisch, sieht nett aus und dir gefällt, was sie von sich schreibt? Du hast also ein gutes Gefühl? Dann mache dir nicht zu viele Gedanken und sage zu!
 Die meisten Vermittlungsagenturen bieten dir eine Vermittlungsgarantie, das heißt die Wahrscheinlichkeit, dass keine Familie für dich gefunden wird und du zuhause bleiben musst, ist mehr als gering. Trotzdem kann es sein, dass du erst kurz vor knapp platziert wirst. Aber keine Panik! Gehen wir davon aus, dass es, wie üblich, im August für dich losgehen soll: Manche Schüler bekommen ihre Gastfamilie bereits im Mai, andere müssen bis eine Woche vor der Ausreise warten. Und selbst wenn du bis zu deiner Ausreise noch immer keine Gastfamilie hast – auch das ist kein Grund die Nerven zu verlieren. Es gibt extra „Übergangsfamilien“, die dich eine Zeit lang aufnehmen.

>> Wie ist das mit der Gastfamilie?

>> Tipps für das Leben in einer Gastfamilie

Kann ich Wünsche äußern, wo im Land ich gerne leben würde?

Bei manchen Agenturen ist es möglich einen Wunschort anzugeben. Für diesen Service muss man jedoch oft draufzahlen. Wir können dir nur den Tipp geben, nicht zu viel Wert auf den Ort zu legen. Du möchtest unbedingt nach Kalifornien? Aber was, wenn deine perfekte Familie in Texas wohnt? Wenn du bei einer Familie ein gutes Gefühl hast – zuschlagen! Es nützt dir nichts in Florida direkt am Strand zu wohnen aber unglücklich mit deiner Gastfamilie zu sein.

Brauche ich ein Visum und zusätzliche Versicherungen?

Führt dein kleines Abenteuer dich außerhalb Europas, dann zweimal Ja. Wer sich länger als 90 Tage im nicht-europäischen Ausland aufhält braucht ein Visum, um sich nicht illegal im Land aufzuhalten. Startest du mit einer Vermittlungsagentur in dein Exchange Year, wirst du bei deinem Visumsantrag Schritt für Schritt begleitet. Für Austauschschüler mit einem legal sponsor in den USA gibt es im Rahmen des J-1-Visums extra das Secondary School Student Program. Organisierst du dein Austauschjahr in den USA selbst, solltest du dich genauer über das F-1-Visum informieren, ein Visum extra für Schüler, die ihren Austausch selbst organisieren. Hierfür brauchst du das Certificate of Eligibility, kurz I-20, das von der gastgebenden Schule ausgestellt wird. Es enthält wichtige Infos zu benötigten finanziellen Mitteln sowie Programmanfang und –ende. Näheres erfährst du auf der auf der Seite U.S. Visas.

Wen es für mehr als sechs Monate nach Kanada zieht, der braucht eine Study Permit (Infos findest du auf der Seite des Government of Canada), in Australien ist ein Student Visa bzw. Schools Sector Visa notwendig (weitere Infos auf den Seiten des Australian Government und der Australian Embassy).

Zusätzlich brauchst du, egal ob im europäischen oder nicht-europäischen Ausland, unbedingt eine spezielle Auslands-Krankenversicherung, denn Arztbesuche im Ausland können extrem kostspielig werden! Auch diesbezüglich berät dich die Vermittlungsagentur oder du schaust einmal hier vorbei.

>> Wie bereite ich mein Auslandsjahr vor?

Kann ich auch nach dem Abi noch einen Schüleraustausch anschließen?

Was viele nicht wissen: Ja, ein High School Aufenthalt ist auch nach dem Abi noch möglich – und macht durchaus Sinn! Nach dem Abi kannst du zum Beispiel in Länder gehen in denen noch mehr Eigeninitiative von dir gefragt ist, wie Japan oder China zum Beispiel. Außerdem kannst du Fächer ausprobieren, die an deutschen Schulen nicht angeboten werden. Wie wäre es zum Beispiel mit Dance, Drama und Film/TV? Oder Engineering, Finance und IT? Oder vielleicht Journalism, Marketing und Photography? Law? Travel and Tourism? Media Studies/Multimedia/Web Design? Ja? Das hört sich gut an? Bei einem Schüleraustausch nach dem Abi sammelst du Auslandserfahrung und spezialisierst dich auf einem Gebiet, das dich wirklich interessiert. Die besten Voraussetzungen also um danach mit einem Studium oder einer Ausbildung durchzustarten.

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Was passiert, wenn mir meine Gastfamilie nicht gefällt?

Trotz sorgfältiger Auswahl kann es immer mal passieren, dass die Chemie zwischen Gastfamilie und Austauschschüler nicht stimmt. Doch davon geht die Welt nicht unter. Du kannst dich immer an deinen Ansprechpartner der Vermittlungsagentur wenden, der dir bei Problemen zur Seite steht. Wenn gar nichts mehr hilft, kann die Gastfamilie zur Not gewechselt werden.
Doch gibt nicht gleich auf, wenn dir etwas nicht passt. Missverständnisse können aus der Welt geschafft werden und auch an solchen Erlebnissen wächst und lernst du.

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Muss ich, wenn ich wieder zuhause bin, ein Schuljahr wiederholen?

Nach einem Jahr an einer ausländischen Schule hast du natürlich viel in Deutschland verpasst. Vor allem wenn Kurse wie Dance, Drama oder Photography an deiner neuen Schule angeboten wurden und du diese belegt hast. Zwar lernst du auch hier viel dazu, allerdings hat das nichts mit den Fächern zu tun, die du in Deutschland eigentlich belegt hättest und nach deiner Wiederkehr auch wieder belegen musst.

Du hast daher zwei Optionen:

  • Entweder du nutzt die einmalige Chance und probierst in deinem Austauschjahr viele verschiedene Fächer aus, die es in Deutschland nicht gibt, und wiederholst nach deiner Rückkehr ein Schuljahr, um den verpassten Stoff wieder aufzuholen und stressfrei ins Abi zu starten.
  • Wenn das jedoch keine Option für dich ist, empfehlen wir dir, nach Rücksprache mit deinen Lehrern, deinen Stundenplan dem Lehrplan deiner deutschen Schule anzugleichen, also die wichtigsten Fächer wie Mathe, Englisch oder auch Bio, Physik und Chemie zu belegen. Kläre im Vorfeld mit deiner Schule ab, ob du zentrale Klassenarbeiten verpassen kannst oder diese auf jeden Fall mitschreiben musst. 
Wenn du zusätzlich noch motivierst bist, verpassten Stoff wieder aufzuholen, hast du gute Chancen in Deutschland KEIN Jahr wiederholen zu müssen und regulär versetzt zu werden.

>> Mehr Infos hier: Muss ich nach dem Auslandsjahr ein Schuljahr wiederholen?

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