Bewerbung für ein Auslandsjahr in den USA

Wenn du sorgfältig die Organisation ausgewählt hast, mit der du deinen USA-Aufenthalt durchführen möchtest, beginnt die Phase der Anmeldung beziehungsweise Bewerbung für das Auslandsjahr in den USA. Denn natürlich vermitteln gute Organisationen längst nicht alle Interessenten tatsächlich sondern müssen eine Vorauswahl treffen. Dazu gibt es unterschiedliche Varianten von Bewerbungsmodalitäten, die wir euch hier vorstellen.

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Generelle Hinweise zur Bewerbung

Grundsätzlich gilt im Bewerbungsprozess: Sei ehrlich, aber "verkaufe" dich auch gut. Es hilft weder dir noch der Organisation oder der Gastfamilie, wenn du nicht ehrlich bist und dadurch während des Aufenthaltes Probleme entstehen.

Der gesamte Bewerbungsprozess erfordert viel Zeit und Aufwand. Das solltest du aber als ein gutes Zeichen einer guten Organisation sehen, denn nur schlechte Anbieter verzichten auf aufwändigere Bewerbungsprozesse. Du solltest in allen Phasen der Bewerbung nicht nur ehrlich sein, sondern auch Termine einhalten sowie auf eine in Stil und Form ansprechende und saubere Bewerbung achten.

Achtung: Bei manchen Organisationen gilt die zurückgesandte Bewerbung automatisch als verbindliche Anmeldung deinerseits. Wenn du danach dann doch noch zurücktreten möchtest, vielleicht weil du inzwischen eine bessere Organisation gefunden hast, kann dies Stornokosten verursachen.

Auslandsjahr USA: Die schriftliche Bewerbung

Bei den meisten Organisationen, die ein USA-Auslandsjahr vermitteln, musst du als ernsthafter Interessent zunächst ein Standard-Formular ausfüllen, in dem du einige Angaben zu deiner Person, zu deinen Schulnoten und zu deinen Hobbys angeben musst. In manchen Fällen füllen deine Eltern ebenfalls einen Teil dieser standardisierten Bewerbungsbögen aus. Ergänzend zu den genannten Angaben fordern manche Veranstalter die Zeugnisse der vergangenen Jahre sowie eine schriftliche Erklärung von dir über dich und deine Motivation, ein halbes oder ein Jahr in den USA zu verbringen, an.

Wenn du deine schriftliche "Erstbewerbung" verschickt hast und danach noch "im Rennen" bist, folgt meist Teil zwei des Bewerbungsprozesses, die mündliche Bewerbung. Manche Organisationen erwarten zudem, dass ihr der potentiellen Gastfamilie ebenfalls eine schriftliche Bewerbung zusendet, natürlich in englischer Sprache. Wieder andere Organisationen verzichten komplett auf ein persönliches Bewerbungsgespräch mit dir allein oder in einer Gruppe und setzen stattdessen auf ein telefonisches Interview. Das spart zwar Zeit und ist für dich relativ einfach, andererseits ist es nicht sonderlich seriös, da die Organisation und du euch nicht persönlich kennenlernt.

Das Bewerbungsgespräch allein

Wenn du nach erfolgreicher schriftlicher Bewerbung zu einem Einzel-Bewerbungsgespräch eingeladen wirst, bist du schon einen erheblichen Schritt weiter. Auf das Bewerbungsgespräch solltest du dich nicht zu viel vorbereiten, außer vielleicht deine Englisch-Kenntnisse in der Konversation üben. Natürlich solltest du die Organisation genau kennen und wissen, was sie dir anbieten. Das wichtigste bei solchen Gesprächen ist die Ehrlichkeit und Authentizität deinerseits. Verstelle dich nicht, sondern sprich so, wie sonst auch.

Natürlich solltest du angemessen gekleidet sein, alle erforderlichen Unterlagen dabei haben und wissen, warum du in die USA reisen möchtest. Denn darum wird sich das Gespräch schwerpunktmäßig drehen.

Du brauchst auch nicht zu nervös sein, denn erfahrungsgemäß verlaufen die persönlichen Gespräche in einer lockeren Atmosphäre. Bei den meisten Organisationen werden die Eltern bzw. zumindest ein Elternteil mit eingeladen, bei anderen musst du allein in das Gespräch. Das Bewerbungsgespräch dient natürlich auch dazu, deine Englisch-Kenntnisse zu testen, weshalb Teile des Gesprächs auf Englisch geführt werden. Es empfiehlt sich dringend, sich einige gute Fragen für das Gespräch zurechtzulegen, die dir noch offen erscheinen.

Ansonsten gilt natürlich auch beim persönlichen Bewerbungsgespräch: Halte dich an die üblichen Regeln (Pünktlichkeit, angemessene Kleidung, kein störendes Handy etc.) und sei vor allem du selbst.

Das Bewerbungsgespräch in der Gruppe

Was für das persönliche Bewerbungsgespräch allein bzw. mit einem Elternteil gilt, gilt grundsätzlich natürlich auch bei einer Runde mit mehreren Bewerbern: Sei ehrlich und offen, bereite dich vor und halte dich an die üblichen Regeln!

In solchen Gruppen-Bewerbungsrunden stellen sich die Organisation und die Bewerber ebenfalls zunächst vor, diskutieren offene Fragen und löchern die Kandidaten, um deren Motivation und Eignung herauszufinden. Zusätzlich gibt es oft Gruppendiskussionen, in denen man auch dein Sozialverhalten beobachtet. Manche Organisationen stellen euch auch Gruppenaufgaben, zum Beispiel müsst ihr untereinander Interviews führen, natürlich auf Englisch. Denn die Sprachkenntnisse werden ebenso geprüft.

Wenn du neben deiner eigenen Motivation auch gut über dein eigenes und vor allem dein Gastland Bescheid weißt, kannst du Pluspunkte sammeln.

Sei nicht schüchtern, aber auch nicht zu forsch, indem du versuchst, andere Kandidaten "auszustechen".

Bei manchen Organisationen beschränkt sich das Gruppen-Bewerbungsverfahren auf eine mehrstündige Veranstaltung, andere laden dich (und manchmal zum Schluss auch deine Eltern) zu einem ganzen Auswahlwochenende ein. Das ist zeitaufwändig, kostet eventuell auch Geld, zeigt aber auch die Professionalität, wenn das Wochenende gut gestaltet ist.

Auslandsjahr USA: Erfolgreich beworben! Und jetzt?

Wenn du dich – in welchem Bewerbungsverfahren auch immer – durchgesetzt hast und die Organisation von dir überzeugen konntest, musst du nicht mehr viel tun. Üblicherweise kommt innerhalb von ein bis spätestens drei Wochen der Vertrag, den es dann gut zu prüfen gilt. Wenn du ebenfalls von der Organisation überzeugt bist und im Vertrag keine unliebsamen Überraschungen stehen, kannst du ihn unterzeichnen.

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