Auslandsjahr USA: Religion & Kirche

Ganz egal, welche Rolle Kirche und Religion in deinem „normalen“ Leben in Deutschland spielen: Du musst als Gastschüler in den USA damit rechnen, dass diese Themen eine ganz andere Bedeutung und Ausgestaltung haben als bei uns. Nachfolgend erklären wir, wie die US-Amerikaner mit dem Thema Religion umgehen und was das für dich als Austauschschüler bedeuten kann.

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Religion & Kirche in den USA

Im Gegensatz zu Deutschland gibt es in den USA keine großen Landeskirchen, sondern eine sehr große und facettenreiche Ansammlung von kirchlichen Gruppierungen, die teilweise sehr klein sind. Sie finanzieren sich häufig durch die Unterstützung der Gemeinde und von Spenden der Gläubigen. Gerade in kleinen Gemeinden und in ländlichen Regionen haben diese kleinen Gemeinden einen hohen Stellenwert. So verbringen viele Bewohner nicht nur die Zeit des Gottesdienstes in der Kirche, sondern gehen auch an anderen Tagen zu ihrer Gemeinde, treffen andere Menschen und pflegen soziale Kontakte. Das Ansehen solcher kirchlichen Gemeinschaften ist weitaus höher als in Deutschland und alles wirkt lockerer und entspannter, was sich auch in der Gestaltung der Gottesdienste zeigt. Bei Kindern und Jugendlichen kommen diese Gemeinden besser an als bei uns in Deutschland, weil sie nahe bei den Bürgern sind, viele Angebote haben und gut akzeptiert werden. Die Kirchengemeinden organisieren viele Freizeitaktivitäten und sind im sozialen Miteinander ein sehr wichtiger Faktor. Die meist kleinen Kirchen wirken oft weder von innen noch von außen wie Kirchen, sondern eher wie Schulen mit Aufenthaltsräumen, Seminarräumen, Freizeitangeboten etc. Neben den christlichen Einrichtungen gibt es natürlich eine große Vielfalt an weiteren religiösen Ausprägungen: So kannst du auch in einer jüdischen, muslimischen, buddhistischen oder mormonischen Familie unterkommen und wirst dann eine ganz andere Art der Religion kennenlernen.

Amerikanische Gottesdienste

Ein amerikanischer Gottesdienst ist wesentlich lockerer und unkonventioneller als ein Gottesdienst in Deutschland. So greifen die Prediger auch mal zu harten Worten, es gibt Livemusik und alles ist viel toleranter, flexibler und offener. Die Inhalte der Predigten sind natürlich auch religiös, aber längst nicht nur. Es geht um das Miteinander, um Solidarität und auch um konkrete Probleme, die die Menschen vor Ort umtreiben. In manchen Gemeinden gibt es zum Gottesdienst Rockmusik und es wird getanzt, geklatscht und mitgesungen. Vor und nach dem Gottesdienst geht nicht jeder wieder allein nach Hause, sondern man nutzt die Gemeinde als sozialen Treffpunkt, um gemeinsam zu reden oder etwas zu unternehmen.

Was das für dich bedeutet

Natürlich sind längst nicht alle US-Amerikaner gläubig. Aber viele US-Bürger sind es und gerade in den ländlichen Regionen spielt die Kirche und Religion eine weitaus größere Rolle als bei uns. Dass es dabei nicht „nur“ um den Glauben und die Kirche geht, sondern das Ganze eine soziale Funktion in der Gemeinde hat, ist dabei sehr wichtig. Nimm an Gottesdiensten teil, auch wenn du eigentlich nicht viel mit religiösen Themen zu tun hast. Sei offen, begleite deine Gastfamilie natürlich auch zu den Gottesdiensten und störe nicht das religiöse Gefühl deiner Mitmenschen. Auch wenn du nicht voll dahinter stehst: Akzeptiere die Religiösität deiner Gastfamilie und Mitschüler, mache dich nie darüber lustig und erlebe, wie bereichernd eine andere Art von Gläubigkeit sein kann.

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