Austauschorganisation für die USA

Was macht eigentlich eine Austauschorganisation genau?

Die Arbeit deiner Organisation, mit der du dein persönliches Erlebnis Schüleraustauschjahr in den USA machst, ist sehr vielfältig und langwierig. Es geht um viel mehr als „nur“ Auswahl der Gastfamilie und Betreuung der Schüler. Nachfolgend stellen wir in chronologischer Abfolge die wichtigsten Aufgaben der Organisation – sowohl in Deutschland wie auch im Gastland – vor. Anhand dieser Aufgabenfülle wirst du sicher schon merken, ob und welche Organisation für dich persönlich in Frage kommt oder auch nicht. Denn wie in allen boomenden Märkten gibt es auch hier einige wenige „schwarze Schafe“, die auf schnellen Profit aus sind und weniger auf eine nachhaltige Unterstützung und Vermittlung eines gelungenen Austauschjahres. Nicht alle Organisationen erfüllen die nachfolgend geschilderten Aufgabengebiete gleich gut und umfassend. Prüfe die von dir favorisierten Organisationen daraufhin, ob sie wirklich alle wichtigen Aufgabengebiete bearbeitet.

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Bewerbung & Auswahlverfahren

Das Infomaterial

Sobald du eine Organisation ausgewählt hast, mit der du dir eine Zusammenarbeit vorstellen kannst, beginnt der erste Schritt, die Informationsbeschaffung. Alle Organisationen wollen Kunden gewinnen und legen deshalb Hochglanzbroschüren auf und gestalten trendige Internet-Auftritte. Lass dich nicht durch den Schein blenden, sondern achte in erster Linie auf die tatsächlichen Inhalte, die dir dort angeboten werden. Wenn ein Veranstalter gar nicht oder nur sehr knapp auf Probleme und potentielle Schwierigkeiten im Auslandsjahr eingeht, solltest du bereits skeptisch werden. Wenn der Veranstalter offensiv mit Erfahrungsberichten und/oder Kontaktdaten von ehemaligen Schülern umgeht, ist das ein gutes Zeichen!

Das Kennenlernen

Gute Organisationen bieten individuelle Termine an, um dich kennenzulernen und umgekehrt. Zudem bieten viele Veranstalter Tage der offenen Tür oder Infoveranstaltungen an, bei denen sich Interessenten über die Arbeit der Organisation umfassend informieren können. Nutze dies, denn so lernst du mehr kennen als „nur“ anhand gut gestalteter Broschüren oder Internetauftritte.

Die  Bewerbung

Es gibt unterschiedliche Varianten und Anforderungen an eine Bewerbung. Bei manchen Organisationen genügt es, wenn du ein vorgefertigtes Formular ausfüllst. Sollte dies bereits reichen, damit du vermittelt wirst, solltest du skeptisch werden, denn dann geht es offenbar mehr um Quantität als um Qualität. Weit verbreitet ist es, dass du dich zunächst kurz schriftlich bewirbst und danach zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen wirst. Dies kann in kleinen Gruppen oder auch individuell einzeln stattfinden. Manchmal sind die Eltern mit eingeladen, bei anderen Anbietern wirst du allein interviewt. Die Qualität und Dauer solcher Bewerbungsgespräche kann stark variieren – vom kurzen Telefoninterview bis zu einem mehrtägigen Seminar mit verschiedenen Rollenspielen etc. Prüfe gut, wie intensiv sich dein Anbieter mit dir individuell auseinandersetzen möchte. Vertraue auch auf Erfahrungsberichte von Schülern, die bereits ihr Austauschjahr hinter sich haben.

Die Vorbereitung auf dein Auslandsjahr

Wenn du dich für eine Organisation entschieden hast und diese dich nach dem Bewerbungsverfahren angenommen hat und vermittelt, beginnt die Phase der Vorbereitung. Üblicherweise dauert es nun noch ein halbes Jahr bis zum Austauschjahr. Die Organisation wird zunächst im Gastland für dich eine passende Gastfamilie sowie eine passende Gastschule suchen. Derweil wirst du selbst beginnen, dein Halbjahr bzw. Jahr in den USA zu planen. Die Suche nach einer Gastfamilie ist nicht einfach, da es viele Bewerber gibt und nicht alle Schüler „wunschgemäß“ untergebracht werden können. Auch vor Ort in Deutschland sollte dir eine gute Organisation mit Rat und Tat bei deiner Vorbereitung helfen. Dazu gehören auch Tipps zu Fragen bezüglich des Visums, Versicherungen, Finanzierung etc. Sie sollte dich mit Infomaterial und/oder Veranstaltungen zum Gastland unterstützen, dazu gehören zum Beispiel regelmäßige Newsletter mit aktuellen Infos von der Organisation, die dir helfen sollen. Des weiteren führen die Organisationen teilweise den SLEP-Test durch, um zu schauen, wie es um deine Sprachkenntnisse steht. Wichtig sind organisierte Treffen mit ehemaligen Austauschschülern oder zumindest die Unterstützung, Kontakt zu solchen herzustellen. Diese etwa halbjährige Phase der Vorbereitung im Heimat- und im Gastland ist enorm wichtig, wird aber von manchen Veranstaltern eher vernachlässigt.

Kurz vor der Abreise in die USA

Da die Sommerferien in den USA drei Monate dauern, ist es üblich, dass erst zum Ende der Ferienzeit, also kurz vor Beginn des neuen Schuljahres, deine neue Gastfamilie feststeht. Du musst nicht nervös werden, wenn du erst ein oder zwei Wochen vor dem Abflug erfährst, wo genau du landest. Wenn dann die Familie und die Schule gefunden wurden, sendet dir die Organisation ein Formblatt zu, welches du kurzfristig ausfüllen musst. Um deine Chancen zu erhöhen, untergebracht zu werden, musst du vorab in deiner Bewerbung entsprechend agieren: Verzichte auf Partyfotos oder den Eindruck, du wolltest in der Gastfamilie urlauben. Unterstreiche dein Ansinnen, die Kultur und die Menschen kennenzulernen und gern am Schulbetrieb teilzunehmen. In Deutschland wird es kurz vor dem Start in die USA üblicherweise noch ein oder mehrere Vorbereitungstreffen geben. Das organisiert dein Veranstalter vor Ort. Dabei gibt es unterschiedliche Varianten wie Schüler-Eltern-Treffen in Deutschland, Schüler-Seminare in Deutschland und auch Schüler-Seminare im Gastland.

Die Betreuung während des Auslandsjahrs

Wenn du in den USA gelandet bist, wirst du üblicherweise von der Organisation vor Ort bzw. einem Partner derer betreut. Diese greift zum Beispiel dann ein, wenn aus welchem Grund auch immer die Gastfamilie gewechselt werden muss. Das klingt zunächst gar nicht gut, muss aber nicht schlimm sein. Der Veranstalter achtet darauf, dass bestimmte Regeln – für dich wie auch für deine Gasteltern und die Schule - eingehalten werden. Bürokratie gibt es in den USA ebenso wie bei uns und das ist auch gut, denn ohne gewisse Formalitäten läuft ein Austauschjahr nicht. Die Organisation vor Ort muss für dich immer erreichbar sein, ist Ansprechpartner bei Problemen und unterstützt dich auch mit Infomaterial etc. Einige Organisationen bieten während deines USA-Aufenthaltes den Eltern einen oder mehrere Termine zu sogenannten Elternabenden.

Die Nachbereitung des USA-Auslandsjahrs

Gute Organisationen von Schüleraustauschjahren beenden die Zusammenarbeit nicht mit der Rückkehr aus dem Gastland, sondern bieten dann eine vernünftige Nachbereitung an. Dazu können Treffen mit ehemaligen Gastschülern gehören, Seminare für Rückkehrer o. Ä.. Meist sind die Veranstalter dazu nicht gezwungen, aber einen guten Veranstalter zeichnet eben auch aus, dass die Zusammenarbeit nicht umgehend mit der Rückkehr nach Deutschland endet.

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