Erfahrungsbericht aus Kanada

 

Ein High School Erfahrungsbericht von Christina

Ich heiße Christina, bin 16 Jahre alt und habe 2015/16 meinen Traum in Kanada wahr werden lassen! 2014 hatte ich mich dazu entschieden, ein halbes Jahr nach Kanada zu gehen, um Land, Leute und die Sprache kennen zu lernen. Mein Bruder hatte es vorgemacht und es hat mich einfach interessiert, wie das bei mir aussehen würde. Ich war also neugierig…

Christina in Kanada

Organisation & Vorbereitung

Ich haben mich für die gleiche Organisation wie mein Bruder entschieden, da er damit schon sehr gute Erfahrungen gemacht hat. Auch für mich war sie perfekt und hat mit Sicherheit dazu beigetragen, dass Kanada zur besten Zeit meines Lebens wurde. Ich habe mich wirklich gut aufgehoben gefühlt!

>> Tipp: Es ist ganz und gar nicht egal für welche Orga man sich entscheidet, du musst die perfekte Orga für dich finden.

Ich habe kein Visum gebraucht, da ich nur ein halbes Jahr weggegangen bin, um nicht die Klasse wiederholen zu müssen. Die Vorbereitung für so eine große Reise ist sehr intensiv und arbeitsaufwändig, aber es hat mir Spaß gemacht. Außerdem hat sich die Organisation um alles gekümmert bzw. mir erklärt, was auszufüllen, zu besorgen und zu beachten ist. Damit konnte ich nichts vergessen. Zu jeder Zeit wurden meine Fragen von den Mitarbeiterinnen kompetent und schnell beantwortet.

Anreise & Ankommen

Victoria Vancouver Island

Nachdem dann alles geplant war und die Vorfreude immer mehr stieg, ging es am 31.8.15 für mich endlich mit dem Flieger nach Vancouver. Dort bin ich dann mit einer Betreuerin aus Kanada und zwei anderen Austauschschülern nach Maple Ridge, meinem Ziel für die nächsten Monate, gefahren. Dort wurde ich von meiner Gastmutter und meiner älteren Gastschwester abgeholt. Das war der erste Moment, wo ich sie in „real life“ gesehen habe. Eine so tolle Begrüßung, wie sie sie gemacht haben, hätte ich nicht erwartet: sie sind direkt auf mich zugekommen und haben mich umarmt. Als wir dann nach Hause gefahren sind, wartete dort auch der Rest der Familie (Vater, jüngere Gastschwester und der Hund) und ich wurde von allen so begrüßt, als würden sie mich ewig kennen! In den ersten Tagen haben sie mir dann alles gezeigt, da noch Ferien waren. Unter anderem haben wir eine SIM-Karte besorgt. Meine Gastschwestern haben mir natürlich auch noch die örtlichen Shoppingmöglichkeiten vorgestellt.;)

Unterkunft & Verpflegung

Wie ich schon geschrieben habe, hatte ich eine Gastmutter und einen Gastvater, zwei Gastschwestern und einen Hund. Ich habe in einem Haus in einer Sackgasse gewohnt und die Schule war 30 Min. entfernt. Ich hatte ein eigenes Zimmer und ein eigenes Bad. Feste Aufgaben gab es für mich nicht, nur mein Zimmer musste ich natürlich in Ordnung halten. Um meine Wäsche hat sich freundlicherweise meine Gastmutter gekümmert. Morgens war es üblich, allein zu frühstücken und für das Mittagessen hatten meine Gastschwester und ich unsere Lunch-Pakete mit zur Schule. Abends hat dann die ganze Familie zusammen gegessen, was oft sehr lustig war, denn es wurden immer Witze erzählt.

Meine Schule

School Bus in Kanada

Ich war an der Westview Secondary School in Maple Ridge und an dieser Schule gab es  ungefähr 1.000 Schüler und Schülerinnen. Meine Fächer waren Science, Drama, PE, Band, Math, Spanish, Socials und English. Die Schule war ganz anders als meine Schule hier in Deutschland. Zunächst einmal begann der Unterricht morgens erst um 8:30 Uhr. Jeder Schüler hatte 8 Fächer, die in Blocks eingeteilt waren. Ich hatte zum Beispiel in Block A Science und in Block B Drama. Jeden Montag war nach Block A noch Advisory. In diesen Kurs wurde man eingeteilt. Advisory bedeutet auf Deutsch so etwas wie Beratung und hier wurde alles Organisatorische geklärt. Wenn jedoch nichts zu klären war, haben wir einen Film geschaut wie z.B. „Frozen“. Die kanadischen Lehrer sind im Vergleich zu deutschen Lehrern ganz anders! Sie sind eher Freunde, die mit dir über fast alles sprechen. Eine Freundin aus meinem Dramakurs hat einmal zu unserem stellvertretenden Schulleiter gesagt;“ Mr…, you have a beautiful scarf today!“ und er sagte darauf nur: „You have a beautiful dress!“. Eigentlich habe ich sehr schnell Anschluss gefunden, weil ich auf die Kanadier zugegangen bin und mit ihnen geredet habe. Ich hatte die Chance, nach der Schule in Clubs zu gehen, so war ich z.B. in Yearbook und konnte das Jahrbuch mitgestalten.

Land & Menschen

Blick auf Vancouver

Die Menschen vor Ort waren alle sehr nett und auch die Natur war sehr faszinierend. Die Sprache konnte ich am Anfang sehr schlecht verstehen, da alle sehr schnell gesprochen haben, jedoch wurde das mit der Zeit deutlich leichter und besser.

Freizeit

Ich habe sehr viel erlebt, auch Dinge, die ich in Deutschland nie gemacht hätte, wie zum Beispiel „Lazer Tag“ spielen oder ein richtiges Eishockeyspiel besuchen. 

>> Mein Geheimtipp: alles immer mitmachen, auch wenn es dir vielleicht zunächst keinen Spaß macht, aber so lernst du nette Leute kennen!

Mein Fazit

Mein Traum hat sich bestätigt und ich hatte eine wundervolle Zeit in Kanada.  All meine Ängste, die ich im Vorhinein hatte, waren unnötig. Ich habe sehr viel (kennen)gelernt: neben der englischen Sprache auch die Kultur und Menschen. Außerdem hat mir diese Zeit deutlich Selbstbewusstsein gegeben. Für meine Zukunft träume ich daher gerne von einem Studium in Kanada. An alle Austauschschüler, die vielleicht Angst haben, dass etwas passieren könnte: Versucht es einfach und es ist gar nicht so schlimm, wie man es sich vorher ausmalt. Es kann die beste Zeit deines Lebens werden und ich würde es auf alle Fälle noch einmal machen!

Willst du weitere Kanada-Erfahrungberichte lesen?

>> High School Jahr in Kanada - Melinas Bericht

>> Erfahrungen vom Austauschjahr in Kanada - Hannas Bericht

>> Alle Kanada-Erfahrungsberichte

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