Julia´s High School Jahr in Neuseeland

Hey, ich heiße Julia, ich bin 18 Jahre alt und besuche zurzeit die 12. Klasse einer Gesamtschule. 2014 war ich für ein Jahr in Neuseeland und habe dort eine High School besucht.


Warum ein High School Jahr?


Der Wunsch im Ausland für eine Zeit zu leben, zur Schule zu gehen und in einer Gastfamilie die Kultur des Landes kennenzulernen, ist bei mir schon relativ früh entstanden. Einzelne Freunde erzählten mir immer wieder von tollen Erlebnissen während des Auslandsjahres.
Ungefähr eineinhalb Jahre vor meiner eigentlichen Ausreise wurden meine Pläne dann konkreter. Nach längerem Überlegen entschied ich mich, für 12 Monate nach Neuseeland zu gehen, da mich besonders die Kultur der Maoris und die vielfältige Landschaft beeindruckt hatten und ich diese gerne selbst erleben wollte.
Auf einer Informationsmesse, wo sich verschiedene Organisationen vorgestellt haben, habe ich die für mich passende Organisation gefunden. Mir war es wichtig, dass sich die Organisation sowohl vor, als auch während des Aufenthalts Zeit für einen nimmt und bei Fragen oder Problemen immer erreichbar ist.

Knapp 10 Monate vor meiner Abreise stand dann alles fest. Die Flüge waren gebucht und ein Platz an einer Schule war auch gefunden, nur eine Gastfamilie fehlte noch. Diese hat sich schließlich 4 Wochen vor meiner Ausreise gefunden. Anhand eines kurzen Profils konnte ich schon einmal einen ersten Eindruck von meiner 5-köpfigen Gastfamilie bekommen. Leider bestand lediglich ein kurzer Kontakt über Facebook vor meiner Ankunft, wodurch ich kaum die Gelegenheit hatte, die Familie näher kennenzulernen.

Die ersten Tage in Neuseeland

Anfang Juli ging es dann schließlich los. Zusammen mit anderen Austauschschülern bin ich von Frankfurt über Singapur nach Auckland geflogen. Nach dem langen Flug waren wir alle froh, dass wir noch 2 Tage in einem Hotel in Auckland Zeit hatten, um uns an die Zeitumstellung und neue Umgebung zu gewöhnen, bevor wir zu unseren Gastfamilien kamen. In einzelnen Seminaren wurden wir über Eigenarten der Kiwis aufgeklärt um später mögliche Fettnäpfchen vermeiden zu können.

Nach 2 Tagen ging es dann nach Whangamata, ein kleiner Ort der Coromandel Küste. Dies sollte mein „Zuhause“ während meiner Zeit in Neuseeland sein. Von meiner Gastfamilie wurde ich herzlich aufgenommen. Meine Gastmutter und meine 4 „Brüder“ zeigten mir das Haus und den Ort damit ich mich möglichst schnell zu Recht finden konnte.

Mein Schulalltag an einer High School

Ein paar Tage später war dann auch schon mein erster Schultag. Die Whangamata Area School war mit knapp 400 Schülern eine sehr kleine Schule. Relativ schnell sprach es sich also rum, dass eine neue Schülerin aus Deutschland da war und so wurde ich von vielen Schülern und Lehrern angesprochen und willkommen geheißen. Nachdem ich meine Fächer gewählt hatte, ging der Unterricht dann auch schon los. Meine Schulfächer für das erste Halbjahr waren:

  • Mathe
  • Englisch
  • Geografie
  • Geschichte
  • Outdoor Education
  • Sport Science

Die Kurse waren immer klein, eine Klasse mit 15 Schülern oder mehr, gab es nur im Ausnahmefall. Besonders Outdoor Education war für mich eine ganz neue Erfahrung. Hier lernten wir Surfen, Kajak fahren und Klettern. Allgemein war das Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern sehr locker und entspannt.

Ein Schultag ging jeden Tag von 9 bis 15 Uhr. Bevor der Unterricht begann gab es immer ein kurzes „Housemeeting“ wo Neuigkeiten und mögliche Änderungen besprochen wurden. Die Schuluniform, die an neuseeländischen Schulen dazu gehört, gefiel mir sehr gut. Morgens spart man unglaublich viel Zeit, wenn man sich nicht noch Klamotten raus suchen muss.

Meine Freizeit

Nach der Schule bin ich regelmäßig zum Schwimmtraining und Cross Country Training gegangen. Hier konnte man schnell neue Freundschaften knüpfen und viele verschiedene Schüler, auch aus anderen Jahrgängen, kennenlernen. Der Strand eignete sich perfekt zum Surfen und so wurde auch diese Sportart zu einer meiner Freizeitaktivitäten. Außerdem habe ich über dem Sommer als Surf Lifeguard gearbeitet und den Strand bewacht. An den Wochenenden habe ich mich häufig mit Freunden getroffen oder etwas mit meiner Gastfamilie unternommen.

Reisen in Down Under

Das Reisen ist in den 12 Monaten natürlich auch nicht zu kurz gekommen. Anfang November hat ein Lehrer der Schule für mich und 2 anderen Internationale Schüler Ausflüge organisiert. Zu dieser Zeit schrieben die Neuseeländer ihre Abschlussprüfungen, Unterricht fand also nicht statt. Zunächst sind wir für 3 Tage nach Rotorua gefahren. Von einer klassischen Sightseeing Tour und einer in Neuseeland bekannten „Schafshow“ über eine abenteuerliche Abfahrt in einem „Zorb“ (klare Plastik Kugeln in welcher man einen Berg runter rollt) haben wir die Tage in Rotorua richtig ausgekostet. Auf dem Rückweg haben wir noch einen Stopp an einem Paintballfeld gemacht.
In den darauffolgenden Wochen haben wir Tagesausflüge gemacht. Die Waitomo Caves, wo tausende Glühwürmchen an den Höhlendecken hangen, war nur eins unserer Ziele. Außerdem stand eine Coromandel Rundfahrt auf dem Programm. Vom Auto aus konnte man die wunderschönen Küsten und endlos scheinende Landschaften bewundern. Aber auch die kleinen Städte luden zu einem Stopp ein. Ein paar Tage später sind wir nach Tauranga gefahren. Hier kann man shoppen gehen und die neuseeländischen Einkaufsmeilen erkunden. Außerdem kann man dendaneben liegenden Mount Maunganui besteigen und von dort die unglaubliche Aussicht genießen.

Weihnachten am anderen Ende der Welt

Die Weihnachtszeit fand ich zunächst etwas eigenartig. Heiligabend wird in Neuseeland nicht gefeiert, hier geht es erst am 25. Dezember los. Den Weihnachtstag bei über 30 Grad am Strand zu verbringen, war zunächst etwas komisch. Strand und Wärme gehören zu einem „normalen Weihnachten“ nicht dazu. Im Nachhinein könnte ich mich jedoch an warme Weihnachtstage gewöhnen, man kann einfach viel mehr machen, als bei Schnee und Regen.

Fazit

Während meiner Zeit in Neuseeland habe ich viele tolle Erfahrungen gemacht. Ich habe eine zweite Familie am anderen Ende der Welt gefunden, die ich hoffentlich noch einige Male besuchen kann. Außerdem habe ich Freundschaften mit Leuten aus aller Welt geschlossen. Ein Auslandsjahr bringt einen nicht nur sprachlich weiter, sonder man lernt auch vieles über sich selbst. Außerdem lernt man verschiedene Dinge aus dem Heimatland zu schätzen, wie zum Beispiel die große Auswahl an frischem Brot, die ich nach 12 Monaten Toast doch ganz schön vermisst habe. Aber auch die Kultur des anderen Landes bringt Dinge mit sich, die man am liebsten auch nach der Rückkehr noch beibehalten möchte, wie zum Beispiel die lockere und spontane Lebensweise der Kiwis oder auch das Vielfältige Essen, was durch die Kultur der Maoris geprägt ist.
Insgesamt war mein Jahr in Neuseeland, die beste Zeit die ich bis jetzt hatte. Es war eine Zeit in der ich sowohl jede Menge positive, als auch ein paar wenige negative Erfahrungen gemacht habe, die mich persönlich um einiges weiter gebracht haben. Leider ging mein Abenteuer in Neuseeland viel zu schnell vorbei und ich hoffe, dass ich bald wieder nach Down Under zurückkehren kann…

Weitere Erfahrungsbericht vom Auslandsjahr in Neusseland:

>> Rebekka's Auslandsjahr in Neuseeland

Alle High-School Erfahrungsberichte auf Auslandsjahr.org

>> Alle Erfahrungsberichte

Auslandsjahr-Programme für Neuseeland

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High School Year in Neuseeland - Auslandsjahr in NeuseelandWenn du Outdoor-begeistert bist, bist du in Neuseeland richtig. Und an deiner High School am anderen Ende der Welt wird Teamgeist groß geschrieben. Kreative Köpfe erwartet in Neuseeland eine besondere Förderung ihrer Talente.

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Alle Schüleraustausch- und High School-Programme und Angebote in der ÜbersichtFür einen Schüleraustausch bzw. ein High School Year gibt viele Programme von unterschiedlichen Veranstaltern. Wir haben alle Programm-Angebote unserer Kooperationspartner auf einer Übersichtsseite zusammengestellt.

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Hier geht's zum Auslandsjahr-Erfahrungsbericht von Natalie & Moritz von ihrem Auslandsjahr in den USA bzw. Neuseelant mit schueleraustausch-international.de.

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