Auslandsaufenthalt: Als Schüler in die USA

Wenn du an einem Schüleraustausch-Programm in den USA teilnehmen möchtest, ist dies eine gute Entscheidung, die dir langfristig in deinem Leben weiterhelfen wird. Denn die Erfahrungen, die du dort sammelst, können in deinem Alter nicht viele Schüler machen.


Voraussetzungen für einen USA-Schüleraustausch

Ein Schüleraustausch-Programm richtet sich an deutsche Schüler im Alter von 14 bis 18 bzw. 15 bis 19 Jahren, je nach Anbieter und Programm. Schüleraustausch-Programme werden in aller Regel von professionellen Agenturen vermittelt und betreut, die sich darauf spezialisiert haben.

Um teilnehmen zu können, musst du einige Voraussetzungen erfüllen:

  • Neben dem genannten Alter musst du meist auch mindestens ein "befriedigend" in Englisch nachweisen (manchmal auch einen Notendurchschnitt von genau 3,0 oder besser)

Außerdem solltest du ein paar Eigenschaften mitbringen, ohne die ein längerer Aufenthalt in einem fremden Land kaum funktionieren kann:

>> So solltest du offen, tolerant und selbstbewusst genug sein, um dich ein halbes Jahr oder ein ganzes Jahr ohne deine Familie und Freunde in den USA "durchzuschlagen". Das ist manchmal schwieriger, als viele Austauschschüler vorher denken.

Aber wenn du die genannten Eigenschaften mitbringst und dich rechtzeitig und sorgfältig auf deinen Austausch vorbereitest, wirst du in den meisten Fällen so viele positive Erfahrungen sammeln, dass du alle Sorgen wie Heimweh etc. vergessen wirst.

>> Weitere Voraussetzungen im Überblick

Was bedeutet "Schüleraustausch" genau?

Entgegen dem eigentlichen Wortsinn wird in den meisten Fällen kein eigentlicher Austausch stattfinden, sondern eine "einseitige" Reise in die USA zu einer dortigen Gastfamilie. Zwar gibt es auch die Möglichkeit eines tatsächlichen Austausches, d. h., dass auch ein US-amerikanischer Schüler zu einem "Gegenbesuch" kommt, doch das ist inzwischen eher die Ausnahme. Wenn du bzw. deine Familie dazu die Möglichkeit habt, solltet ihr das versuchen, denn auch die Erfahrungen mit einem Gastschüler aus den USA sind sehr vielfältig und können das Familienleben bereichern sowie die interkulturellen Aspekte mehr als gut würdigen.

Vermittlung durch eine Agentur

Als Austauschschüler in den USA wirst du von einer der zahlreichen Anbieter in eine Gastfamilie vermittelt, die sorgsam vor Ort ausgesucht und dir vorgeschlagen wird. Manchmal stellt sich nach gewisser Zeit heraus, dass die "Chemie" zwischen der Gastfamilie und dir nicht stimmt oder Probleme auftreten, die einen Umzug in eine andere Familie notwendig machen. Das ist kein Beinbruch, denn oft passt es dann halt erst in der zweiten Familie. Der Austausch findet üblicherweise entweder fünf Monate oder zehn Monate statt.

Als Gastschüler in den USA

Du bist als Gastschüler in das ganz normale Familienleben eingebunden, nimmst an deren Freizeitaktivitäten teil und besuchst eine Gastschule, die vorher ausgesucht wird. Meistens wirst du nicht in einer der großen US-Metropolen untergebracht, sondern eher in ländlichen Regionen der USA. Zeit genug, um dieses beeindruckende Land mit all seinen Facetten kennenzulernen, hast du allemal, so dass du in der Regel mit einem riesigen Erfahrungsschatz zurückkehren wirst. Du wirst entweder eine – wesentlich teurere – Privatschule oder eine öffentliche Schule besuchen. Das Fächerangebot sowie die Qualität der Schulen sind bei den Privaten größer, dafür sind die Kosten erheblich höher. Apropos Kosten: Du brauchst natürlich in der Gastfamilie nichts für Unterkunft und Verköstigung bezahlen. Dennoch ist das Abenteuer USA nicht billig. So muss zunächst die Agentur bezahlt werden sowie eventuell die Schule. Des Weiteren benötigst du natürlich ein angemessenes Taschengeld sowie Geld für eventuelle Anschaffungen. Gerade im Technologiebereich locken viel interessante Schnäppchen. Aber Achtung: Informiere dich vorher genau, was und wie viele Dinge du hinterher mit nach Deutschland nehmen darfst.

Was bringt mir ein Schüleraustausch in den USA?

Neben den sehr vielfältigen Erfahrungen, die du in einem der beeindruckendsten Staaten der Erde sammeln kannst, wirst du fast automatisch deine Englisch-Sprachkenntnisse erheblich verbessern. Schließlich wirst du ein halbes Jahr oder ein ganzes Jahr täglich mit der englischen Sprache konfrontiert – sowohl im Unterricht wie auch im privaten Bereich. Du wirst viele neue Menschen kennenlernen, Freundschaften schließen und in eine ganz andere Kultur eintauchen als in deiner Heimat. Dabei wirst du all diese tollen Erfahrungen hautnah und mitten im Leben sammeln und nicht wie ein Tourist. Des Weiteren wirst du durch einen Schüleraustausch in den USA selbstbewusster, offener, toleranter und flexibler in vielen Bereichen. Das kann dir dein ganzes Leben lang nützlich sein, wenn du dich auf das Abenteuer einlässt und dir die vielen Möglichkeiten in ganz verschiedenen Bereichen nicht entgehen lässt, die dir in den USA geboten werden.

Vorbereitung ist (fast) alles

Um als Gastschüler in die USA reisen zu können, musst du dich sehr rechtzeitig mit der Thematik beschäftigen. Dabei helfen dir entsprechende Bücher, Recherche im Internet, Erfahrungsberichte von ehemaligen Gastschülern in den USA und natürlich das Studium unserer Seiten. Beginne mit den Planungen spätestens zwei Jahre vor dem geplanten Reiseantritt. Plane sorgfältig und suche eine Agentur aus, die gute Bewertungen von ehemaligen Gastschülern hat. Verbessere dein Englisch idealerweise schon vor Reiseantritt, das erleichtert dir vor Ort Vieles. Beschäftige dich auch mit der Kultur des Landes und speziell mit der Stadt bzw. Region, in die du reist. Denn die USA sind nicht nur enorm groß, sondern auch enorm vielfältig. Auch bei der besten Vorbereitung wirst du vor Ort immer mal wieder Überraschungen erleben. Lasse dich darauf ein, auch wenn diese zunächst negativ erscheinen. Lerne daraus und nimm so viele Eindrücke wie eben möglich mit.

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