Auslandsjahr in Großbritannien

Schüleraustausch bzw. Auslandsjahr in DänemarkIn seiner Rolle als Großbritanniens Premierminister im Film „Tatsächlich Liebe“ bringt es Hugh Grant schön auf den Punkt, was sein Land ausmacht. Dort sagt er: „Wir mögen zwar kein großes Land sein, dafür aber ein großartiges. Wir sind das Land von Shakespeare, Churchill, den Beatles, Sean Connery, Harry Potter sowie David Beckhams rechtem und linkem Fuß, wo wir schon mal dabei sein.“ Im vergangenen Jahr hat Großbritanniens aktueller Premier David Cameron darauf Bezug genommen, als er in einer Rede sagte, dass kein Land eine stolzere Geschichte oder ein größeres Herz habe. Zudem habe der derzeit berühmteste Insel-Export, die Boyband „One Direction“, bewiesen, dass Großbritannien immer noch in der Lage sei, die Welt zu erobern.

Man mag zu der Rede Camerons stehen, wie man will, Großbritannien, inklusive England, Schottland und Wales, sind auf jeden Fall eine Reise wert und nicht nur aufgrund der räumlichen Nähe zu Deutschland eines der beliebtesten Ziels für ein Auslandsjahr. Zudem wird in unseren Schulen das britische Englisch gelehrt, was für viele ein weiterer Grund ist, sich für Großbritannien im Rahmen eines Schüleraustauschs beziehungsweise eines High School Year in Großbritannien zu entscheiden. In diesem Artikel erfährst alles über den Schulalltag, über öffentliche und Private High Schools, und auch viel über Großbritannien selbst.

Weitere Auslandsjahr-Möglichkeiten: Solltest du nicht nach einem High School Year, sondern nach einem Praktikum, Au-pair oder Work & Travel in England gesucht haben, erhältst du unter dem Menüpunkt "Auslandszeiten" weitere Informationen.

 

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Auslandsjahr Großbritannien: Über Land und Leute

Die Insel Großbritannien besteht aus den drei Landesteilen England, Schottland und Wales, die 1707 vereint wurden und politisch nur bedingt eigenständig sind. England hat von den drei Nationen immer schon die dominante Rolle gespielt. Die offizielle Sprache ist Englisch. Großbritannien ist ein multikulturelles und multi-ethnisches Land: Wer einmal in London war, wird die kulturelle Vielfalt in besonderem Maße bestätigen können. 92,1% der Briten sind Weiße, der Rest Nicht-Weiße aus verschiedenen Ländern und Kulturen. Viele sind allerdings bereits in der zweiten oder dritten Generation in Großbritannien und dementsprechend dort geboren. Entstanden ist dieser Mix durch Einwanderungs- und Flüchtlingsbewegungen aus den zahlreichen ehemaligen Kolonien des "British Empire". Besonders häufig trifft man auf Briten mit Migrationshintergrund aus Indien oder der Karibik. Mittlerweile hat sich zudem eine große chinesische Gemeinde in London gebildet.

"Very English" – einige britische Besonderheiten

In Großbritannien zahlt man in Pfund und nicht in Euro. Darüber hinaus zählt die Mehrheit der Briten zu den Christen, die Engländer haben aber eine eigene Kirche, die anglikanische "Church of England", an deren Spitze Queen Elisabeth II. steht. In Wales gibt es die „Church of Wales“ und in Schottland die „Church of Scotland“. Wichtig für alle Fußgänger: Beim Straße-Überqueren heißt es "recht-links-rechts" gucken, denn die Autos fahren links. Nach Opel-Fabrikaten muss man auch nicht Ausschau halten, denn die heißen hier "Vauxhall". Dafür sieht man öfter mal einen Rolls Royce oder einen Doppeldeckerbus. Während deines Auslandsjahrs in Großbritannien wirst du noch viele solcher kleinen oder größeren Unterschiede feststellen.

Kulturelles

Wer gern Sport macht oder anderen dabei zusieht ist in Großbritannien goldrichtig: Hier wurde nämlich das moderne Regelwerk des Fußballs entwickelt, nicht zuletzt deshalb finden sich dort viele Traditionsvereine wie Manchester United, der FC Chelsea oder die Tottenham Hotspurs, die Fans auf der ganzen Welt haben. In Wimbledon, einem Stadtteil Londons, wird jährlich das traditionellste Tennisturnier der Welt ausgetragen, das 2013 endlich auch einmal wieder von einem Briten gewonnen wurde. Der Schotte Andy Murray beendete die 77-jährige Durststrecke. Sport spielt generell eine wichtige Rolle im britischen Alltag. Beliebt sind typisch britische Sportarten wie Rugby und Cricket, wenn auch teils in eher elitär geprägten Kreisen. Auch Leichtathletik und Motorsport stehen im Fokus, nicht erst, seitdem Lewis Hamilton 2014 Formel-Eins-Champion wurde. Echte Klassiker sind auch das Boat Race auf der Themse, die wohl berühmteste Ruderregatta der Welt zwischen den beiden renommiertesten englischen Universitäten Oxford und Cambridge, sowie das Pferderennen in „Ascot“.

Essen & Trinken

Die britische Küche hat nicht unbedingt den besten Ruf, allerdings hat der britische Starkoch Jamie Olivier hier schon wieder einiges an Boden gut machen können und dafür gesorgt, dass beim Schulessen auch einmal etwas Gesundes auf den Teller kommt. Trotz allem lieben die Briten natürlich ihr Fast Food: Dazu zählen selbstverständlich Fish & Chips oder auch andere frittierte Dinge wie beispielsweise Schokoriegel – eine Kreation made in Great Britain. Selbstredend sollte man unbedingt einmal das britische Frühstück mit Baked Beans, Würstchen und Rührei probieren, auch wenn es nicht unbedingt Jedermanns Sache ist. Der Tee darf natürlich auch nicht fehlen. Die traditionelle „Teatime“ mit Tee, Shortbread und Scones mit Marmelade und Whipped Cream sowie den klassischen Sandwiches ist bei vielen Briten, insbesondere am Nachmittag, nicht wegzudenken. Auch beim Naschen haben die Briten einen anderen Geschmack, beispielsweise bei den Chips mit der Lieblingssorte „Salt and Vinegar“, am Anfang etwas gewöhungsbedürftig, am Ende aber süchtigmachend. Bei der Schokolade darf es vor allem eine von „Cadbury`s“ sein, unbedingt empfehlenswert ist auch ein Besuch im gleichnamigen Schokoladenmuseum.

Britische Mentalität

Die Briten haben weltweit den Ruf gerne zu feiern, andererseits stellen Deutsche häufig fest, dass Briten zurückhaltender mit Kritik sind und Vieles "durch die Blume" sagen. Die "direkte deutsche Art" zu verneinen oder Widerspruch zu äußern kann unter Umständen unhöflich wirken. Da die Briten aber für ihre Höflichkeit und Umgänglichkeit bekannt sind, wirst du sicher schnell merken, wie du dich am besten ausdrückst.

Landschaft und Sightseeing

Großbritannien hat ein eher feuchtes Klima mit unbeständigem Wetter. Das Vorurteil, in Großbritannien regne es ständig, bestätigt sich nicht immer, aber doch des Öfteren.
Auffällig ist der starke regionale Kontrast zwischen Stadt und Land. Während erstere dicht bevölkert und bebaut sind, findet man außerhalb weite Wiesen mit idyllischen Farmen oder Schlossparks. Nicht zu vergessen sind daneben die zahlreichen Schafe, die auf dem weiten Grünland grasen, in einigen Gegenden gibt es auch halbwilde Shetland Ponys oder Rothirsche. Je nach Gebiet findet man sehr unterschiedliche landschaftliche Elemente und Sehenswürdigkeiten. Wales hat unter anderem drei Nationalparks zu bieten, Schottland ist bekannt für seine Highlands und das Loch Ness, wo angeblich das Ungeheuer „Nessie“ sein Unwesen treibt.

Das Schulsystem in Großbritannien

In Großbritannien schließt sich an die Grundschule die Sekundarstufe I an, die man mit dem General Certificate of Secondary Education (GCSE) im Alter von 16 Jahren abschließt. Nur rund ein Drittel der Schüler besucht dann die weiterführende Sekundarstufe II (Sixth Form genannt), die nach zwei Jahren mit der allgemeinen Hochschulreife, dem General Certificate of Education - Advanced Level, kurz: A-Level, abschließt.

Die "Sixth Formers" belegen in der Regel drei oder vier Leistungsfächer, in denen sie sehr intensiv unterrichtet werden und bereits Spezialwissen für ihr gegebenenfalls folgendes Studium erlangen. Das britische Schulsystem genießt traditionell einen sehr guten Ruf und gehört zu den renommiertesten und ältesten Bildungssystemen der Welt. Eine umfassende Allgemeinbildung zu vermitteln, ist das Ziel der britischen Schulen - auf praktisch orientierten Unterricht wird großer Wert gelegt. Das Prinzip des "Sitzenbleibens" existiert im englischen Schulsystem nicht. Die Kombination aus Tradition und modernsten Lehrmethoden fruchtet. In den Schulen wird Wert auf ordentliche, gepflegte Kleidung gelegt - bei einigen Schulen ist auch in den oberen Klassen noch Uniformpflicht.

Das Schuljahr in Großbritannien

Ein Schuljahr unterteilt sich in drei Terms: Es beginnt mit dem "Autumn Term" (Anfang September bis Mitte Dezember), dann folgt der "Spring Term" (Anfang Januar bis Ende März) und schließlich gibt es den "Summer Term" (Ostern bis Ende Juni).

Öffentliche Schulen & Privatschulen

Die britische Sekundarstufe II, übergreifend als "High School" bezeichnet, erscheint in Großbritannien in zwei Varianten:

Öffentliche Schulen

Die öffentlichen Schulen (die so genannten "grammar schools") sind in Großbritannien durch die staatliche Förderung sehr gut ausgerüstet und bieten eine ausgezeichnete Lehre. Sport und kulturelle Aktivitäten werden (neben dem Unterricht) in britischen Schulen groß geschrieben – auch wenn die Teilnahme natürlich freiwillig ist. Es gibt verschiedene AGs wie z.B. Sport, Orchester, Chor, Schülerzeitung, Malerei, Fotografie, Theatergruppen und so weiter, so dass du ausreichend Möglichkeiten haben wirst, neue Freunde zu finden und Erfahrungen fürs Leben zu machen.

Privatschulen

Während Privatschulen in Deutschland eher vereinzelt vorkommen spielen sie in England eine weit bedeutendere Rolle. Die Schulen sind bekannt für die hohe Qualität der Lehre und eine familiäre Lernatmosphäre. Die meisten Privatschulen sind Internate, obwohl lokal ansässige Schüler teilweise auch zu Hause bei ihren Eltern wohnen. Ein bekanntes Beispiel ist das Eton College, wo auch Prinz Harry zur Schule ging. Daneben gibt es noch eine Vielzahl anderer "boarding schools", die auch du im Rahmen deines Auslandsjahres in England besuchen kannst. Wohnen wirst du dort in einem der "boarding houses" (entweder für Jungen oder für Mädchen), wobei du alleine oder mit einem oder zwei Mitbewohnern untergebracht bist. Innerhalb oder zwischen den Internaten finden regelmäßig Sport-Wettkämpfe statt.

Privatschulen werden in Großbritannien als "public schools" bezeichnet. Dieser Begriff hat einen historischen Ursprung und ist nicht zu verwechseln mit den öffentlichen Schulen.

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