Mehrere Zeitzonen, Ländergrenzen oder manchmal auch verschiedene Kontinente – Kinder und auch Eltern werden bei einem Schüleraustausch vor so manche Hürde gestellte. Dennoch sollten sie als emotionaler Unterstützer und Begleiter agieren. Natürlich fällt es auch schwer das Kind loszulassen, mit einigen Tricks fällt es aber leichter dem Kind auch über Kontinente hinweg beizustehen. 

Kontaktfrequenz staffeln 

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Natürlich bieten Smartphones und auch das immer besser ausgebaute mobile Internet die Möglichkeit, ständig erreichbar zu sein. Gerade in der ersten Zeit nach der Ankunft ist es für den Austauschschüler wichtig, eine sichere Kontaktbasis nach zu Hause zu haben. Auch für Eltern ist es ganz normal, dass sie neugierig sind, wie die ersten Eindrücke des Kindes vom neuen Land sind. Allerdings sollte der Kontakt auch nicht ins Unermessliche stattfinden. Gerade bei Heimweh verzögert die ständige Kommunikation mit dem Umfeld zu Hause das Einleben vor Ort. Kinder müssen eine Chance bekommen sich auf die neue Umgebung und das neue Umfeld im Auslandsjahr einzulassen. Ist die Kontaktfrequenz mit den Kindern noch zu hoch, fühlt es sich schnell hin und hergerissen. Niemand kann auf Dauer in zwei Lebenswelten parallel leben. Sind die Eltern zu kontaktfreudig, kann das Kind auch schnell überfordert sein und sich nur aus einem Pflichtbewusstsein hinaus melden. 

Feste Termine schaffen und Verständnis zeigen

Noch in der Planungsphase des Schüleraustauschs ist es sinnvoll genau zu überlegen, wie ein Kontakt aussehen könnte. So eignen sich beispielsweise feste Skypetermine pro Woche gut. Dort können beide Seiten “sammeln” was es zu erzählen gibt und fühlen sich nicht ständig unter Druck gesetzt, dass sie sich melden müssen. Kommen die Anrufe oder Whatsapp Nachrichten im Rahmen des Auslandsjahres dann doch seltener, ist das meist ein gutes Zeichen. Das Kind hat sich dann schon deutlich besser eingelebt. 

Wie bei Problemen mit der Gastfamilie reagieren

Sollte es mit der Gastfamilie im Rahmen des Schüleraustausches einmal Probleme geben, gilt für Eltern vor allem eins, Ruhe bewahren. Die Jugendlichen sind meistens schon gut darin kleinere Schwierigkeiten vor Ort selbst zu regeln

Sind die Probleme mit der Gastfamilie doch größer, bieten die Austauschorganisationen lokale Betreuer vor Ort an. Sie können die nötigen Kommunikationswege anstoßen. Eltern selbst haben ebenfalls entsprechende Ansprechpartner schon vor dem Austausch an die Hand bekommen. Um das Kind möglichst gut zu unterstützen ist es wichtig, dass die Organisationen besonders detailliert über das Problem informiert werden. Sie können so entsprechend agieren. Eltern sollten auf keinen Fall über tausende Kilometer hinweg agieren oder versuchen Probleme aus der Ferne zu lösen. Die Austauschorganisation hat das größte Interesse daran, zum Wohle des Kindes zu handeln. Auch das entsprechende Knowhow ist durch jahrelange Erfahrung gegeben.