Für Eltern ist es nicht immer einfach das eigene Kind in die große weite Welt hinausziehen zu lassen. Dennoch bietet ein Schüleraustausch eine Erfahrung fürs Leben. Diesen Satz hören Eltern und auch Schüler an allen Ecken und er ist auch nicht ganz von der Hand zu weisen. Ein Auslandsjahr bietet in vielen Bereichen die Möglichkeit den eigenen und auch den Horizont des Kindes zu erweitern. Gerade die Altersgruppe zwischen 15 und 18 Jahren eignet sich besonders gut für ein Auslandsjahr. In diesem Alter sind die Kinder schon alt genug sich den Herausforderungen des Schüleraustausches zu stellen, gleichzeitig aber auch flexibel um sich auf neue Gegebenheiten einlassen zu können. 

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Schüleraustausch heißt Weiterentwicklung 

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Der normale Schulalltag des Kindes läuft in der Regel nach dem gleichen Schema ab. Aufstehen, fertig machen, Schule, Hausaufgaben, Hobbies. Ein Schüleraustausch bietet eine gute Möglichkeit aus diesem “Kreislauf” auszubrechen. Durch die vielen neuen Eindrücke in einem neuen Land gelangt das Kind auf eine neue Entwicklungsstufe. Persönliche Interessen und Leidenschaften werden (weiter)entwickelt. Das kann bei der späteren Berufswahl und auch beim Berufseinstieg hilfreich ein. Ein Schüleraustausch kann ein echtes Sprungbrett sein: Interkulturelle Kompetenzen werden trainiert und natürlich auch die Sprachkenntnisse verbessert. Nirgends lernt sich eine Sprache leichter, schneller und motivierter als dort wo sie gesprochen wird.  Ein Schüleraustausch hilft auch dabei die eigenen Ängste zu überwinden. Es ist eine Herausforderung über lange Zeit von den Eltern getrennt zu sein. Da gehört eine ordentliche Portion Mut dazu. 

Organisierter durch Erfahrung

Nach jahrelangen festen Abläufen und den Vorgaben der Eltern sind die Jugendlichen innerhalb des Auslandsjahres erstmals auf sich allein gestellt. Sie müssen lernen ihre finanziellen Mittel selbstständig zu überblicken und sich auch über kulturelle Unterschiede hinweg durchzusetzen. Gleichzeitig helfen die fremde Stadt, das fremde Land und die fremde Kultur aber auch dabei weltoffener zu werden. Es geht im Rahmen des Auslandsjahres darum, die reale Welt kennenzulernen und nicht die Welt hinter den Smartphone Bildschirmen. 

Nach dem Schüleraustausch

Ist der Schüleraustausch erstmal abgeschlossen wird das eigene Leben in Deutschland aus einer ganz neuen Perspektive betrachtet. Das sprichwörtliche “über den Tellerrand schauen” hat stattgefunden. Der eigene Charakter entwickelt sich weiter und bisher nicht gesehen Vorteile werden gesehen. Die Jugendlichen werden selbstständiger, selbstsicherer und verantwortungsbewusster. Nicht selten bleiben die im Schüleraustausch entstandenen Verknüpfungen auch nach dem Abschluss noch bestehen. Es entstehen Freundschaften fürs Leben und ab und an wird das gewählte Austauschland auch zur zweiten Heimat. Bei allen Vorteilen sollten übrigens zwei Faktoren bedacht werden: Ein Schüleraustausch sollte Spaß machen und der Wunsch sollte ausdrücklich vom Kind kommen. Dann steht einer erlebnisreichen und abwechslungsreichen Zeit für Kind und Eltern nichts mehr im Wege.