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Ein Schüleraustausch ist ein Kulturschock im positiven und auch im negativen Sinn. Die erste Zeit im Gastland und auch die Rückkehr in die Heimat können in der Vergangenheit zur emotionalen Achterbahnfahrt werden. Gerade das wieder einleben in der Heimat fällt nach einer langen Zeit im Ausland schwer. Definitiv hat nach dem Auslandsaufenthalt der Blick der Jugendlichen auf das eigene Leben und das Leben in der Heimat verändert. 

Der legendäre Reverse Culture Shock

Die Rückkehr nach Deutschland ist abgeschlossen. Ein gewisser Lagerkoller ist unausweichlich und kein Geheimnis. Die Rückkehr ist in der ersten Zeit oft genauso schwierig wie das Einleben im Gastland. 

Bei der Rückkehr in die Schule gibt es zwei mögliche Szenarien. Die Austauschschüler kommen in ihre alte Klasse zurück. Oft sind sie nach einem Auslandsjahr voller neuer Eindrücke und müssen diese erstmal selbst verarbeiten. Das alte Umfeld hat meist einen weniger großen Entwicklungssprung gemacht und ist im Alltag hängen geblieben. Dieses Gefälle kann schnell überfordern. Ist ein neuer Klassenverband da, werden sie vor folgende Fragen gestellt. Wie teile ich meine Eindrücke mit, ohne arrogant zu wirken? Im optimalen Fall sehen Lehrer und Mitschüler die Erfahrungen des Schüleraustauschs als Mehrwert an. Der Austauschschüler kann sein Wissen und seine Eindrücke beispielsweise in Form von Vorträgen präsentieren. 

Um den Schüleraustausch bestmöglich zu verarbeiten, hilft der Besuch von Nachbereitungskursen. So hat der Austauschschüler auch die Möglichkeit mit Gleichgesinnten zu reden und die Erfahrungen zu teilen. 

Rückkehr in den Familienverbund

Auch wenn es darum geht wieder zur Familie zurückzukehren, kann der Austauschschüler vor Herausforderungen gestellt werden. Einige Schüler äußern klare Sätze, dass sie zurück ins Gastland möchten. Für Eltern und auch Kinder ist es wichtig, dass sie sich gegenseitig Zeit geben. Eltern sollten ihren Kindern eine Stütze sein und ein offenes Ohr gewährleisten. 

Kommt das Kind zu sehr in die Antihaltung, sollten Eltern das Kind auch an die positiven Aspekte zu Hause erinnern. In den meisten Fällen ist das Einleben zu Hause aber auch einfach. Schüler genießen es, dass sie sich wieder ganz fallen lassen und ganz sie selbst sein können. Der Aufenthalt im Auslandsjahres kann noch so toll gewesen sein, ein bisschen Gast war der Austauschschüler immer. 

Der Schüleraustausch war eine prägende Zeit. Eltern sollten ein Zuhörer sein. Sie sollten dem Kind aber auch helfen den Blick wieder auf neue Abenteuer in der Zukunft zu richten, denn doch Deutschland hat schöne Ecken und kann bereist werden.