Schuluniform, Kleiderordnung und Lernmaterialien?

Kannst du dir vorstellen, tagein, tagaus das Gleiche zu tragen und dich von Jeans und T-Shirt oder Sweatshirt zumindest in der Schule zu verabschieden? Nie mehr morgens ein Klamottenproblem zu haben – das heißt, die Frage „was ziehe ich heute“ an wäre dann ein für allemal geklärt? Schon auch irgendwie reizvoll, oder? Wie auch immer – aussuchen kannst du es dir nicht, wenn du beim Schüleraustausch auf eine Schule kommst, bei der die Uniform Pflicht ist. Und wer zahlt eigentlich die Klamotten?

Schuluniform beim Schüleraustausch – muss das sein?

Bei uns in Deutschland sind Schuluniformen ja bekanntermaßen eher die absolute Ausnahme. Ob eine Schuluniform nun sinnvoll ist oder nicht, darüber lässt sich wahrlich streiten. Die einen finden es unmöglich, sich vorschreiben zu lassen, wie man herumzulaufen hat. Die anderen wiederum meinen, eine Uniform verhindert Markenzwang und stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl der Schüler.

Wann ist Schuluniform angesagt?

Ganz klare Antwort: Es kommt darauf an! Nämlich darauf, für welche Schule du dich entscheidest. Bei einem Auslandsjahr an einer Privatschule wird das Tragen der Schuluniform öfter praktiziert als bei staatlichen Schulen. Hier sind Kleiderordnungen also eher gang und gebe. Und, ganz klar, es hängt auch sehr stark vom Land ab, in dem du dein Austauschjahr verbringen möchtest.

Außerdem sind manche Schulen mehr, manche weniger streng. In einigen Einrichtungen ist sogar das Tragen eines Piercings oder hoher Absätze nicht unbedingt gern gesehen und stellen einen gewissen Affront gegen die Schulregeln dar. Bei manchen reicht ein bestimmtes T-Shirt als Pflicht-Uniform, bei anderen wiederum ist ein ganzes Outfit vonnöten.

Schuluniform – wer bezahlt den Spaß?

Ob die Schuluniform – falls sie denn verlangt wird – nun bezahlt wird oder du sie aus eigener Tasche zahlen musst, das kannst du sicher schon vor deiner Abreise herausfinden. Wobei dieser Posten ganz sicher eher unbedeutend sein wird im Verhältnis zum Rest, den du bei einem Austausch investierst. Dennoch kannst du dich vielleicht auch mal umhören, ob es möglich ist, eine gebrauchte Uniform von einem anderen Schüler zu übernehmen. Ebenfalls möglich ist es auch häufig, die Uniform, wenn du sie nicht mehr benötigst, selber wieder weiter zu verkaufen. Das spart mit Sicherheit den einen oder anderen Euro – oder Dollar, je nachdem.

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Und wie ist es mit den Schulbüchern?

Auch mit den Lehrbüchern verhält es sich ganz ähnlich wie mit der Uniform: Bei Privatschulen wird oftmals eher erwartet, dass die Schüler – oder vielmehr deren Eltern – die Materialien aus eigener Tasche bezahlen, während es bei staatlichen Schulen meist so gehandhabt wird wie bei uns: Man leiht sich die Bücher aus, solange sie benötigt werden und dann bekommt sie der nächste Schüler. Aber selbst wenn du dir die Bücher kaufen musst, solltest du nicht vergessen, dass dies auch einige Vorteile hat. Du kannst dann unbesorgt Eintragungen machen und sie vielleicht auch später bei Bedarf immer mal wieder zur Hand nehmen.

Falls die Themen Schuluniform und Schulbücher für dich also wichtig sind – einen gewissen Posten stellt deren Anschaffung ja durchaus dar – dann erkundige dich schon vorher, wie es im jeweiligen Land und vor allem in der jeweiligen Schule gehandhabt wird. Dann kannst du dich den entsprechenden Gepflogenheiten auch besser anpassen.