Hilfe, mein Kind will ins Ausland! In Zeiten von Pisa und Globalisierung wollen immer mehr junge Menschen die Möglichkeit nutzen, möglichst früh Auslandserfahrung zu sammeln. Für Sie als Elternteil ergeben sich grundsätzliche und finanzielle Fragen bei der Organisation eines Auslandsaufenthaltes. Damit Sie zu den wichtigsten Themen informiert sind, haben wir im Folgenden die wichtigsten Fragen und Antworten aufgeführt.

Verwirrungsspielchen: Was meinen High School und Schüleraustausch wirklich?

Auslandsaufenthalte erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Ausdrücke wie „High School Aufenthalt“ und „Schüleraustausch“ sind in aller Munde. Dabei ist zumeist allerdings etwas anderes gemeint, als die ursprüngliche Wortbedeutung vermuten lässt. So bezeichnet High School eigentlich die nordamerikanische Schuloberstufe, der Begriff  wird inzwischen jedoch repräsentativ für sämtliche Oberstufen im weltweiten Ausland gebraucht. Wird von Schüleraustausch gesprochen, ist in der Regel ein einseitiger Auslandsaufenthalt in einer Gastfamilie gemeint. Ein Austauschpartner, den Sie in Ihrer deutschen Familie unterbringen müssen, existiert also nicht.

Soll ich mein Kind gehen lassen?

Wer seinen Kindern die Selbstständigkeit zutraut, einen Auslandsaufenthalt erfolgreich zu meistern, wird eine Menge erstaunlicher Veränderungen feststellen: Während eines Highschool Aufenthalts im Ausland können die Teilnehmer nicht nur ihre Sprachkenntnisse deutlich verbessern, sie entdecken auch neue Kulturen und Menschen, werden selbstsicherer und selbstständiger. Sie entwickeln ihre Persönlichkeit, lernen Verantwortung zu übernehmen und werden offen gegenüber neuen Herausforderungen. Auch bei einem späteren Einstieg in die Berufswelt kann ein längerer Auslandsaufenthalt gepaart mit guten Sprachkenntnissen viele Türen leichter öffnen. Sofern Sie Ihrem Kind und, noch wichtiger, sich selbst das High School Year zutrauen, sollten Sie die Chance auf jeden Fall nutzen.

Soll/kann ich mein Kind bei der Organisation unterstützen?

Ob ihr Kind das notwendige Maß an Selbstvertrauen und Eigenständigkeit mitbringt, um sich im Ausland alleine zurecht zu finden, können Sie bereits am Engagement für die Reisevorbereitungen erproben bzw. üben. Daher: Lassen Sie hier ruhig genug Raum für Eigeninitiative. Natürlich können Sie bei der Wahl der Organisation beratend zur Seite stehen und insbesondere bei der Finanzierung Ihr Urteil geben. Wir empfehlen die internationalen Schüleraustausch- & Highschool-Programme unseres Partners TravelWorks.

Welche Kosten muss ich noch einkalkulieren?

Kostenpunkte wie Schulgebühren (im Ausland oftmals wesentlich höher als hier), Schulzulassungsgebühren, Bearbeitungs- und Vermittlungsgebühren sowie die Aufwandspauschale, die der Gastfamilie monatlich gezahlt wird, sind bei professionellen Organisationen im Angebot inklusive. Hinzu kommen weiterhin die Kosten für den Flug, das Visum, eine Auslandsversicherung und, sofern notwendig, für eine Schuluniform. Zusätzlich einkalkuliert werden muss ein monatliches Taschengeld für Essen, Kleidung u.ä. Je nach Lebenskosten des Gastlandes sollte dieses zwischen 120-200 Euro betragen.

Fördermöglichkeiten

Sollte ich mein Kind besuchen kommen?

Generell ist von einem Besuch abzuraten. Es gehört zu der Philosophie der Austauschprogramme, dass sich die Teilnehmer voll und ganz auf ihre neue Umgebung (in diesem Fall also die Eltern der Gastfamilie) konzentrieren können. Möglich ist höchstens ein Besuch gegen Ende des Aufenthalts. Es bietet sich zum Beispiel die Möglichkeit, das Land abschließend noch gemeinsam zu bereisen und Ihrem Kind so die Gelegenheit zu geben, bisher unbekannte Gegenden zu erkunden.