Ein Auslandsjahr planen und organisieren

Du spielst mit dem Gedanken, dein Auslandsjahr unabhängig von einer Organisation selbst zu organisieren? Im Prinzip ist dies in vielen Fällen möglich. Insbesondere Work and Travel oder ein Auslandspraktikum lassen sich gut selbst planen und durchführen. Was geht und was sich als eher schwierig gestaltet, erfährst du auf dieser Seite!

Themen dieser Seite

Schüleraustausch selbst organisieren?

Wenn du Bekannte oder Verwandte in einem Land innerhalb der Europäischen Union hast, kannst du einen Schüleraustausch dorthin möglicherweise auch selbst organisieren. Die nötigen Behördengänge sind relativ problemlos, soweit du von der Austauschschule unterstützt wirst.

>> Was gibt es bei der Organisation zu beachten?

Schüleraustausch außerhalb der EU – selbst organisieren?

Für die USA und weitere Ziele außerhalb der EU ist von einer Organisation in Eigenregie eher abzuraten. Seit 1996 zahlen Ausländer den öffentlichen Schulen in den USA Schulgeld. Dies liegt oft höher als die Programmkosten einer professionellen Organisation. Nicht zuletzt, da sich die professionellen Vermittlungen von diesem Schulgeld haben befreien lassen. Überdies wirst du Schwierigkeiten bekommen, ohne anerkannte Organisation ein Visum zu erhalten.

>> Weitere Infos zum benötigten Visum in den USA
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Stipendien für den Schüleraustausch

Weitere Nachteile

Auch andere Aspekte, die sonst im Paket einer professionellen Organisation angeboten werden, musst du selber in die Hand nehmen: Beispielsweise benötigst du eine Krankenkasse, die rund um die Uhr kostenlos erreichbar ist. Die bei uns üblichen Standardkrankenkassen bieten dies nicht. Von Nachteil ist ebenfalls, dass du bei privater Organisation keine unabhängige Betreuung vor Ort hast. Manche ausländische Schulen akzeptieren erst gar keine unabhängigen Bewerber. Sie kooperieren nur mit professionellen Organisationen, die Betreuung und Beratung bieten.

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Finde hier eine Übersicht mit den Auslandsjahr-Katalogen verschiedener Organisationen zu Zielländern weltweit. Erhalte Infos deiner Wahl zu Schüleraustausch & Highschool, Work and Travel, Freiwilligenarbeit, Au-pair, Farmarbeit, Auslandspraktikum, etc.

Self-placements

Ein guter Kompromiss ist die Sache mit den self-placements: Einige Organisationen bieten dir die Möglichkeit, ihnen eine Familie zu nennen, die du gerne als Gastfamilie haben möchtest. Der Rest wird, wie sonst dann auch, von der Organisation professionell gemanagt.

Au-pair-Aufenthalt selber organisieren?

Du kannst dir die Mühe machen und alles für deine Zeit als Au-pair selbst organisieren (Familie, Reise, Formalitäten, etc.). Die Bundesagentur für Arbeit rät jedoch, sich an eine Vermittler-Organisation zu wenden.

>> Informiere dich hier rund um deinen Au-pair-Aufenthalt

>> Finde hier ein passendes Au-pair-Programm für dich!

Au-pair in den USA – Visum

Besonders dann, wenn du ins beliebte Au-pair-Land USA reisen möchtest, gilt: Arbeitsvisa, in diesem Fall das sogenannte J1-Visum, für die USA werden ausschließlich über eine solche Agentur vergeben. Für Au-pairs in den USA gibt es sehr strenge Regelungen durch das Gesetz, die aber gleichzeitig auch deinen Schutz gewährleisten, sowie zum Beispiel ein festes Taschengeld sichern. Darin ist eindeutig vermerkt, dass ein Aufenthalt in den Vereinigten Staaten ausschließlich über eine von der Amerikanischen Regierung zugelassene Organisation möglich ist. Selbstständig geplante Aufenthalte sind somit illegal!

Tipp: Finde hier ein Au Pair Programm in den USA

Illegal in den USA – Finger weg!

Als illegales Au-pair in den USA hast du kein Recht auf geregelte Arbeitszeiten oder sonstige Leistungen, die in einem offiziellen Programm geregelt sind. Ernsthafte Probleme kannst du bekommen, wenn du krank wirst und medizinische Hilfe benötigst. Eine Reiseversicherung zum Beispiel gilt meist nicht für ein ganzes Jahr. Noch problematischer: Eine Versicherung kann sich weigern zu zahlen, wenn sie erfährt, dass ihr Versicherter illegal in einer amerikanischen Familie gearbeitet hat.

Überlege dir gut, ob du die relativ niedrigen Kosten für einen organisierten Aufenthalt wirklich einsparen und damit ernsthafte Probleme riskieren willst.

Work & Travel selber organisieren

Zu Beginn jeder Reiseplanung steht die Frage, ob man mit oder ohne professionelle Hilfe zu „Working-Holidays“ aufbricht. Entscheidest du dich schließlich gegen einen Anbieter und für die Eigenorganisation, sind nicht nur Selbstbewusstsein und eine gründliche Planung unbedingte Voraussetzungen. Auch vor Ort musst du offen auf Menschen zugehen können, um dir Jobs und Unterkünfte selbst zu organisieren. In schwierigen Situationen, etwa, wenn du länger keinen Job findest, musst du einen kühlen Kopf bewahren. Vorteile sind dabei, dass du das Geld für eine Reiseorganisation sparst und durch die Recherche- und Organisationsarbeit auch eine Menge lernst.

Unser Tipp: Mit diesen Tipps & Tools organisierst du dein Work and Travel spielend einfach selbst!

Hilfe im Netz

Bei der Planung in Eigenregie hilft dir vor allem das Internet: Hier erfährst du unter anderem, dass du dir ein Working-Holiday-Visum, eine Auslandskrankenversicherung und ein ausländisches Konto mit Kreditkarte organisieren musst. Auch Tipps zu Flugbuchung, Jobsuche und Gepäck findest du im Netz. Unser Tipp: Sprich mit Leuten, die ihr selbst organisiertes Work & Travel bereits hinter sich haben.


>> Noch mehr Infos zum Thema Work and Travel
>> Hol dir Tipps von der Work and Travel Planungs-Checklist

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